Sonderausstellungen

gehören seit Jahrzehnten zum Deckenpfronner Kulturangebot – die Kulturwerkstatt hat im Jahr 2009 die Verantwortung für die Gestaltung, den Aufbau und die öffentliche Zugänglichkeit übernommen. Die Gemeinde trägt grundsätzlich die Sachkosten. Die Räume am Beginn des Museums „Altes Dorf“ in der Zehntscheuer ist der Ort dieser Ausstellungen, mit denen vor allem immer wieder Besucher eingeladen werden, überhaupt einen Museumsbesuch zu machen und auch die Dauerausstellung wahrzunehmen. Deshalb werden die Sonderausstellungen, soweit es thematisch geht, in diese Dauerpräsentation eingeflochten. Die Kulturwerkstatt hat sich zur Aufgabe gemacht, jährlich 3 – 4 Sonderausstellungen im Museum in der Zehntscheuer zu gestalten und dafür wird ein sehr großer Zeitaufwand gebunden. Die Sonderausstellungen wollen vor allem ortsspezifische historische Vorgänge beleuchten, stellen sich aber auch zeitbedingten allgemeinen Themen und einmal im Jahr sollen vor allem Familien mit Kindern einen besonderen Zugang finden. Das ist bei der schon traditionellen Weihnachtsausstellung möglich, die stets am Tag des Deckenpfronner Weihnachtsmarktes eröffnet wird und 2 Monate lang zu sehen ist. Besonderen Eindruck hat zu Weihnachten 2014 die Ausstellung „Märchen erzählen tolle Geschichten“ gemacht. Diese Ausstellung wie die Weihnachtsausstellung 2013 „In der alten Schule- Schule heute“ sind vor allem hervorragende Möglichkeiten, die Kinder unserer Gemeindekindergärten und die Grundschüler des Ortes frühzeitig in die museale Welt eintauchen zu lassen. Im Jahr 2015 war  innerhalb eines Zeitraumes von 40 Jahren die 104. Sonderausstellung zu sehen, die sich dem Thema „Vor 70 Jahren“ widmete und neben einem bildhaften Spaziergang durch das alte Dorf die Zerstörung am 21.4.1945 eingehend betrachtete.

Ab 24.Juni 2018 widmet sich die Sonderausstellung „Unser heimischer Wald im Zeitenwandel“ der Entwicklung des Deckenpfronner Gemeindewaldes. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Motto der Museumsnacht am 29.6.2018 „… im heimischen Wald“ und wird bis September 2018 zu den Regelzeiten geöffnet sein. Die Ausstellung vermittelt ein ganzheitliches Bild des örtlichen Waldes in den zurückliegenden 50 Jahren, in denen vor allem der Anbau fremdländischer Baumkulturen einen besonderen Schwerpunkt bildet. Die Erholungsfunktion des Waldes hat ebenso ihren Raum wie die Jagdtradition.

Einige Bildbeispiele der jüngsten Sonderausstellungen verdeutlichen den Impuls der Kulturwerkstatt, die Museumswirkung lebendig und interessant zu erhalten. Dies ist eine bleibende große Herausforderung an den Kreis der Verantwortlichen.

In der Pfarrscheuer besteht leider keine räumliche Möglichkeit für Sonderausstellungen. Dort wirken vor allem aber die akustischen Elemente der Museumsinszenierung. Anders als im Museum Zehntscheuer besteht im Museum „Heiß-Kalt“ ein nachhaltiges Bedürfnis für Sonderführungen auswärtiger Gruppen, die den Museumsbesuch in ihr Tagesprogramm einbauen und anschließend in den Gaststätten des Dorfes den gemütlichen Abschluss machen.